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HyracotheriumWie alles begann… 

So, wie sich alle Lebewesen auf dem Planeten Erde im Laufe der letzen Millionen Jahre verändert haben, hat auch das Pferd viele Entwicklungsstadien durchlaufen müssen. Erst seit einigen tausend Jahren sieht unser Pferd so aus, wie die Tiere, die bei uns im Stall stehen. Diesen Vorgang nennt man Evolution.

Durch gut erhaltene, versteinerte Knochen, den Fossilien, können Forscher heute feststellen, wie sich unsere heute lebenden Pferde, die man auf Latein Equus Caballus nennt, entwickelt haben.  

Unser Urpferdchen heißt „Hyracotherium“ aber von vielen Personen wird es „Eohippus“ genannt, was übersetzt Morgenrötepferdchen heißt. Seine Knochen hat der Wissenschaftler Sir Richard Owen um 1840 in England gefunden. Das Morgenrötepferdchen lebte vor 55 Millionen Jahren in Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas, die damals von dichten Urwäldern überzogen waren. Es erreichte eine Schulterhöhe von 20 bis 25 cm und war damit ungefähr so groß, wie ein Hund. Es war fuchsbraun mit Streifen und einer sehr kurzen Mähne, die senkrecht vom Hals weg stand. An den Vorderbeinen hatte es 4 Zehen, an den Hinterbeinen 3 Zehen. Es durchstreifte die Urwälder und fraß die süßen Früche und das Laub von den Bäumen.  

Im Laufe der Jahre veränderte sich das Klima und der Urwald verschwand schließlich und grasbewachsene Steppen ersetzten die dichten Wälder.  

Da sich das Land so sehr veränderte, waren auch seine Bewohner gezwungen sich zu verändern, um in der neuen Umgebung überleben zu können.  

Für unser Morgenrötepferdchen bedeutete das, dass es sich nicht mehr im Unterholz verstecken konnte, keine Früchte und kein Laub mehr fand. Die Evolution machte es nun möglich, dass sich der Körper des Morgenrötepferdchens diesen Gegebenheiten anpasste und überlebensfähig machte.  

Damit es wieder genug zu fressen bekam, wechselte es seine Nahrung auf Gras, Wurzeln, dünne Äste und Früchte von kleinen Sträuchern. Da es nun in einer Steppe lebte und es von seinen Feinden davonlaufen musste, wurde es zum LAUF- und HERDENTIER. Das Pferd wurde groß, aus vielen Zehen wurde ein harter Huf, der es gut tragen konnte. Es entwickelte einen starken Körperbau und Muskeln, damit es besonders schnell laufen konnte. Es entwickelte einen scharfen Geruchs- und Gehörsinn, um Feinde schnell zu erkennen und es schloss sich in Herden zusammen, um gemeinsam schneller einen Feind zu erkennen und flüchten zu können, wenn Gefahr drohte.  

Die kleinen Herden wanderten von Kontinent zu Kontinent (damals waren Europa, Asien und Nordamerika noch miteinander verbunden) immer dem besten Gras und den süßesten Stäuchern nach.  

Durch das stetige Entstehen und Verschwinden von Bergen, Tälern und neuen Landschaften quer über den ganzen Globus, sowie der Kontinentaldrift, wurden einige Herden von den anderen abgetrennt. So entstanden verschiedene Arten von Einhufer, die aber alle miteinander durch das Morgenrötepferdchen verwandt waren. Sie hatten alle nur einen Huf (Einhufer oder Unpaarhufer) und verhielten sich innerhalb der Herde ähnlich. Aus den einen wurden echte Wildpferde (Tarpan), aber aus anderen wurden Esel und Zebras.  

Vor ca. 10.000 Jahren starben alle Unpaarhufer auf dem Kontinent Amerika aus. Esel, Zebras und Tarpane gab es nur mehr in großen Teilen Asiens und Afrikas und in kleinen Teilen Europas. Dort durchstreiften sie die Landschaft innerhalb ihres Herdenverbandes und bevölkerten die Grassteppen, lichten Mischwälder und Bergtäler.


Beitrag von: Barbara Filzwieser-Gallé
Foto: „Hyracotherium“ Urheber: Heinrich Harder (1858-1935) Quelle: The Wonderful Paleo Art of Heinrich Harder Genehmigung: § 64 UrhG Originaldatei: