Unser Pas de deux Jasmin Lindner und Lukas Wacha hat wieder einmal Geschichte geschrieben. Sie konnten die allererste Goldmedaille für Österreich bei Weltreiterspielen holen. Die Weltreiterspiele sind im Voltigiersport das größte Event. Sie werden alle 4 Jahre ausgetragen. Dort haben alle FEI Pferdesportartdisziplinen zur selben Zeit und am selben Ort ihre Weltmeisterschaft.


 

Die Wettkampfarena war so beeindruckend wie noch nie. Es war vergleichbar mit einer Zirkusarena. Wir mussten durch einen schmalen dunklen Gang rein in den Kessel (ca. 8000 Zuschauer). Sowohl für uns Athleten als auch für das Pferd war die Nervenanspannung riesig und man wurde quasi „erschlagen“ vor lauter Applaus. So richtig genießen konnten wir es erst, als wir unsere Kür mit Bravour absolviert hatten und die Anspannung abfiel! Es ist und bleibt ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man vom Pferd springt, alles geklappt hat und dann noch eine Traumendnote von über 9,0  am Bildschirm lesen darf!!


Die Mühen und der Zeitaufwand haben sich somit gelohnt. Da unser erfolgreichstes Vereinspferd Elliot verletzt war, mussten wir nach einer Ersatzvariante suchen. Die fanden wir beim RVC Gilching mit Bram. Der Pferdebesitzer Philipp Langmann stellte uns sein „Riesenpferd“ (1,93m Stockmaß) zur Verfügung und ermöglichte uns somit den Weltmeistertitel. Dafür nochmals ein GROSSES DANKESCHÖN an Philipp, Bettina und euer Team. Wir sind mindestens zwei mal pro Woche nach Gilching (in der Nähe von München) gefahren und konnten pro Training mit ca. 7 Stunden Zeitaufwand rechnen. Wir hatten das Glück, dass wir im Heimatstall Pill auch auf unserem M-Gruppenpferd Bombastik trainieren konnten. Auch hierfür ein GROSSES DANKESCHÖN an Helga Holaus sowie an ihre Gruppe. Ebenfalls natürlich für Klaus, dass er uns so sehr unterstützt hat, mit uns auch nach Gilching zum Training gefahren ist und am Ende die Nerven behielt und uns super longierte.


 

Die Gestaltung unserer Kür können wir Jacqueline Hartog verdanken. Sie hat mit uns das ganze Jahr trainiert und die Übungen sowie Choreografie bis ins Detail ausgefeilt. Dafür wurden wir in der ersten Kür mit einer 10,0 in der Artistik (besteht aus: Musikinterpretation, Harmonie mit dem Pferd, Originalität etc.) bewertet.

 

Trotz der langen Reise nach Caen (Normandie) war es eine großartige Woche, die wir nie vergessen werden.